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Hospitality Club


Hospitality Club/ Couch Surfing
Hier kommt also endlich mein nächster Blogeintrag. Heute schreibe ich für einmal nicht von einem Internetcafe aus, sonder ich befinde mich im Zug auf dem Weg zu meinem nächsten Reiseziel Beppu, dem Pilgerort für alle Freunde von heissen Badequellen, im japanischen Onsen genannt. Da ich seit meinem letzten Blogeintrag schon wieder einiges erlebt habe, werde ich die Ereignisse nachfolgend zusammen.

Zuallererst möchte ich aber von einer Idee erzählen, die für Reisende einer kleinen Revolution gleichkommt, und die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Es ist dies der Hospitality Club (nachfolgend abgekürzt HC)


Hospitality Club (www.hospitalityclub.org) ist eine Webseite, durch die ich in meinem Reiseland Leute finden kann, die mir für eine oder mehrere Nächte Unterkunft bei ihnen zu Hause gewähren. In fast jedem Land der Welt gibt es Mitglieder. Dadurch wird es möglich, eine Reise so zu planen, dass man anstatt im Hotel oder in der Jugendherberge, fast ausschließlich bei Privatleuten übernachten kann. Daher bietet meiner Meinung nach Hospitality Club eine völlig neue Reiseerfahrung. Ich knüpfe schnell Kontakte und lerne die Region, die ich besuche durch die Augen meines Gastgebers kennen. Meistens kann mir dieser eine Fülle von Informationen und Tipps über die Region vermitteln, die in keinem Reiseführer zu finden sind. Auch bekomme ich Einblick in die Lebensgewohnheiten und die Wohnsituationen meiner Gastgeber. Schliesslich kann ich mit dem gesparten Hotelgeld andere Dinge unternehmen oder meinen Gastgeber zu einem guten Nachtessen einladen. Hospitality Club basiert auf der Idee der Gegenseitigkeit, das heisst, wenn ich wieder in der Schweiz bin, können Mitglieder des Hospitality Club bei mir übernachten. Ich kann aber jederzeit frei entscheiden, ob ich jemanden aufnehmen will oder nicht.
Die Kontaktaufnahme mit dem Gastgeber findet über Internet statt, dies birgt natürlich gewisse Gefahren. Damit es keine bösen Überraschungen gibt, muss jedes Mitglied auf der Webseite ein ausführliches Profil mit Foto erstellen, in dem er den anderen Mitgliedern etwas über sich erzählt. Ausserdem kann er durch andere Mitglieder bewertet werden. Das heisst, jedes Mal, wenn ich bei jemandem übernachtet habe, schreibe ich einen kleinen Text über die Erfahrung mit meinem Gastgeber und mein Gastgeber schreibt einen kleinen Kommentar über mich. So wird das Netzwerk mit jedem Besuch sicherer. Bis jetzt machte ich ausschließlich sehr positive Erfahrungen und ich bin allen meinen Gastgebern sehr dankbar für ihre Gastfreundschaft.

 

Für mich ist es das erste Mal, dass ich mit HC reise. Während meiner Reise war ich bereits bei 11 verschiedenen Gastgebern. Jeder Kontakt war einzigartig und spannend. Daher gäbe es zu jeder Person gäbe es so viel zu erzählen, dass mein Eintrag gar kein Ende nehmen würde. Darum begnüge mich vorerst, meine Gastgeber hier aufzulisten, und deren Foto auf meinem Blog zu veröffentlichen. Natürlich hoffe ich, den einen oder die andere in der Zukunft bei mir willkommen heissen zu können, wo immer mein Zuhause auch sein wird.

 

Meine Gastgeber::

Volksrepublik China: Stefanie (5), Jessie (3), Johnny (1) , Nikita (3), Bonnie und Sid (3)
Taiwan: Chia Chun (3)

Japan: Ryuji (1), Masako (4), Maiko (1), Tomas (2)

 

 

Hospitality Club/ Couch Surfing
Finally another blog entry. Today I am not sitting in some internet café, but I am sitting in the train to Beppu, one of the most famous hot spring resorts in Japan. Many things happened since my last blog entry. But before I give you an account of all that, let me tell you about a new revolutionary way of traveling, which I used a lot during my trip. It is called „Hospitality Club“ (HC)

The idea of Hospitality club (www.hospitalityclub.org) according to the website is “to bring people together – hosts and guests, travelers and locals. Hospitality Club members around the world help each other when they are traveling – be it with a roof for the night or a guided tour through town.” What it comes down to is that I can search through this website for club members, who are able to host me at their homes or would show me around town. There are thousands of members throughout the world, so anywhere you go, you could find someone to host you.

In my opinion, hospitality club offers a completely new way of traveling. Through hospitality club, I have the possibility to get in touch with people from other cultures much more easily and I can feel at home everywhere. The founders of this site wanted to foster intercultural relations and promote peace. I think every encounter would be a tiny step in that direction.

This service is completely free, but for this system to work, everyone who has been a guest, should in turn be a host, if he has a spare room and some time. When I am back in Switzerland I will try to return the favor and offer accommodation to the people who are looking for accommodation in Switzerland.
The first contact happens entirely through internet. This anonymity bears some dangers. Therefore each member needs to establish his own profile including with a picture. Additionally other dlub members are also encouraged to write some comments about their experience with their guest/host. So, before I contact somebody, I will read through his profile and read the comments other members have left. The more encounters there are and the more people write comments about each other, the safer the network becomes.
Throughout my trip I stayed at the houses of eleven people, and each experience was unique. There is a lot I could write about all those encounters, but my blog entry would become endless. So, I just compiled a list of all the people I stayed with and for how many nights. Some of their pictures are posted on the blog as well. I’d like to thank all of you guys!!

 


People’s Republic of China: Stefanie, (5), Jessie (3), Johnny (1), Nikita (3), Sid and Bonnie (3)
Taiwan: Chia Chun (3)

Japan: Ryuji (1), Masako (4), Maiko(1), Tomas (2)

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Japan II – Sandstrand/ the Beach

Gestern nahm ich das Schiff auf eine kleiner Insel in der Naehe der Hauptinsel von Okinawa. Auf dem Schiff traf ich zwei deutsche Studentinnen und wir verbrachten den Tag zusammen am Strand, mit Schorcheln, Sonnen und Nichtstun.. hier die Bilder. Das Wasser war wirklich so blau. Auf dem Rueckweg mit dem Schiff, sahen wir sogar den Ruecken eines Buckelwal aus dem Wasser auftauchen!
 
Yesterday I took the boat to one of the smaller islands which lie near Okinawa main island. I met 2 German students on the ship and so we spent the day together snorkeling and lying in the sun. On the way back, we even saw the back of of a whale appearing in the water.
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Japan I – Ankunft in Okinawa/ Arrival in Okinawa

Gestern bin ich von Taiwan aus nach Okinawa geflogen. Urspruenglich hatte ich eine Schiffahrt geplant, aber das Schiff hielt leider nicht auf der kleinen Insel Ishigaki, die ich eigentlich ansteuern wollte. Darum bin ich jetzt auf der Hauptinsel.
Wieder in Japan zu sein, ist wie nach Hause kommen, aber auch wie in einer anderen Welt zu sein..  Von den drei Laendern China, Taiwan und Japan, ist Japan meiner Meinung nach am weitesten von meiner Kultur entfernt, obwohl der Lebensstandard jenem der Schweiz viel aehnlicher ist. Dies stellte ich bereist fest, als ich in China war, aber jetzt wird es mir erneut bewusst. Es herrscht eine  Sauberkeit, und eine Ruhe hier, die fast ein wenig erdrueckend wirkt, nach den chaotischen Maerkten, den barock ausgeschmueckten Tempeln und der schmutzigen Luft in Taiwan. Auch steht die Freundlichkeit der Japaner aber auch die Formalitaet der Interaktion mit den Leuten hier in starkem Kontrast mit der direkten Ruppigkeit der Chinesen, die ich gar nicht ungern mochte.
Ich geniesse diesen kleinen Kulturschock, denn er erweitert meine Perspektive ueber die Grenzen von Japan hinaus.
Meine Gastgeberin ist uebrigens eine Barbesitzerin in Okinawa City. Die kleine Wohnung, in der ich uebernachte ist sehr sauber und hat alles, was ich brauche. Ein gutes Essen, ein japanisches Bier und ein heisses Bad versuessten mir gestern den Abend: die angenehme Seite, wieder in Japan zu sein!

Yesterday, I arrived by plane on Okinawa main island. I didn’t take the boat as planned originally, because the boat wouldn’t stop on the small Ishigaki island, I originally intended to go. Arriving in Japan is like coming home and being in a strange world at the same time. After having been in China and Taiwan, I realize that Japan’s culture is probably the most remote from my own, despite Japan having a similar standard of living than Switzerland. After the the bustling nightmarkets, the colorful temples and the polluted air of  China and Taiwan I encounter an imposing cleanliness and tranquility here in Japan. The politness of the Japanese but also the formalism of human interaction stands in stark contrast with the directness of the Chinese. I enjoy this small culture shocks, because they broaden my perspective on East Asia and Japan.
Yesterday evening I discovered the nice side of being in Japan again: a cool beer, tasty food and a hot bath in a clean apartment 😉

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Taiwan IV – Surfing

Weil ich Lust hatte auf eine Tasse heissen Kaffee, betrat ich am Sonntagabend ein Lokal mit dem entzückenden Namen "Surfer Babes". Der Name hielt was er versprach, die Besitzerin ist ein Champion im Wellenreiten. Da die junge Dame namens Beibei auch Privatstunden erteilt, beschloss ich, mich auch einmal im Surfen zu versuchen. Heute morgen um 10 Uhr traf ich Beibei am Strand. Zuerst machte ich ein paar Trockenübungen und probierte anschliessend das Paddeln und Navigieren mit dem Brett in ruhigem Gewässer. Als Anfänger bekam ich ein Longboard, da es einfacher in Balance zu halten ist. Trotzdem war es äusserst schwierig, sich auf dem Brett aufzurichten, ohne gleich wieder abzutauchen.
Schliesslich versuchte ich es mit Beibei’s Hilfe in den richtigen Wellen. In 2 Stunden schaffte ich es gerade einmal, mich auf dem Brett richtig aufzurichten. Dafür konnte ich meine Arme nach 2 Stunden vor lauter Anstrengung kaum mehr bewegen. Ab und zu auf einer Welle zu reiten, wenn auch nur liegenend, war aber trotzdem toll! Morgen werde ich es nochmals versuchen, es wird sicher schon besser klappen.
Surfen macht hungrig und ein paar Surfer luden mich zu einem feinen Mittagessen ein. Nach dem Essen wartete schon jemand auf mich..  ein kleiner schwarzer Hund hatte es sich auf meinem Motorrad gemütlich gemacht und wedelte freudig mit seinem Schwanz. Streunende Hunde gehören hier zum Strassenbild. Manchmal liegen sie sogar faul im Supermarkt herum.
Als ich mich heute abend duschte, entdeckte ich übrigens meine von Sonnenbrand knallroten Waden: die einzige Stelle, die ich nicht mit Sonnenschutz bedacht hatte…!
 
Sunday I discovered a little coffeeshop named "Surferbabes". The owner of the shop is actually a surfer babe called Beibei. Surfing is the thing to do in Kenting and Beibei is a surfing teacher I decided to give it a try. This morning at 10 AM we met for a 2 hours lesson. After doing some exercises outside of the water, I exercised manoevering on a small lake without waves. Getting on the board was very difficult even without waves, but still with the help of my teacher I tried to actually ride the waves during nearly two hours. I managed to ride standing on a wave only once, but even to ride a wave without standing was gratifying. At the end of the lesson I could barely move my arms, though, they were too tired from paddling. Tomorrow, I will try it again, hoping to improve.
After lunch I came back to my motorcycle where somebody was waiting for me.. a black dog, wagging his tail joyfully as I arrived. There are a lot of stray dog here around here, sometimes you can even find them lying around inside a convenience store.
While undressing tonight, I discovered that my calves were glaring red of sunburn. It was the only place on my body where I forgot to put some sunscreen.
 
 
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Taiwan III – an der Südspitze Taiwans

Am Samstagnachmittag nahm ich Abschied von Foguangshan und Yi-Jih und reiste per Bus weiter an die Südspitze Taiwans in den Kenting Nationalpark (http://www.ktnp.gov.tw/eng/home/index.asp). Im kleinen Touristendorf Kenting angekommen, stellte ich mit Überraschung fest, dass das Hotel, in dem ich ein Zimmer reserviert hatte, gar nicht mehr existierte. Da mir ein A-Liao, ein hilfreicher junger Laden- und Hotelbesitzer, ein Zimmer in seinem hübschen „Hotel California“ offerierte, war dies jedoch nicht weiter schlimm.

Am Sonntagmorgen mietete ich mir einen Scooter und machte mich auf Erkundungstour. Die Landschaft hier in Kenting ist bezaubernd und mit dem kleinen Scooter bin ich sehr mobil. So fuhr ich gestern der Küste entlang um das wilde Meer zu bestaunen. Es ist zwar viel wärmer hier als zu Beginn meiner Reise in Peking. Trotz der tropischen Lage von Südtaiwan reicht die Temperatur aber noch nicht, um im Meer zu baden.

 

So folgte ich der Beschreibung meines Reiseführers in ein Dorf, in dem es Bäder mit heissen Quellen geben sollte. Auf dem Weg in dieses Dorf sah ich einen Wegweiser, auf dem ich glaubte, die chinesischen Zeichen für heisse Quelle „露天風呂“ zu erkennen. Ich folgte dem Wegweiser auf ein abgelegenes Schottersträsschen, bis ich vor einem verfallenen Gebäude stand. Ich betrat das Gebäude und stellte schnell fest, dass mich meine Schriftkenntnisse im Stich gelassen hatten. Bei dem alten Gebäude handelte es sich nicht um eine heisse Quelle sondern um einen der vielen taoistischen Tempel.  Etwas enttäuscht wollte ich wieder zu meinem Motorrad zurückkehren, als ein älterer Herr mich aufforderte, zu Ehren des Affengottes ein paar Räucherstäbchen anzuzünden.  Ich kniete vor dem Altar nieder und spendete aus Anstand ein paar Yen in die Kollekte. Anschliessend offerierte mir der Herr eine Tasse Tee und mit einem Stift und Papier kommunizierten wir stumm über chinesische Schriftzeichen, die ich vom Japanischen her kenne. (Die japanische Schrift benutzt chinesische Schriftzeichen, die die gleiche Bedeutung haben, aber anders ausgesprochen werden.)

Gerade als sich unsere Unterhaltung zu erschöpfen drohte, erschien eine junge Dame die sich auf Englisch nach meinem Herkunftsland erkundigte. Offensichtlich war sie die Tochter des älteren Herrn. Sie fragte, ob ich schon gegessen hätte, ihre Mutter habe gerade gekocht. Dankend akzeptierte ich die Einladung. Während ich die verschiedenen Gerichte der Mutter ausprobierte, unterhielt ich mich mit der Tochter, die mir erklärte, wo sich die besten heissen Quellen befänden. Satt und glücklich über diese zufällige Begegnung verabschiedete ich mich nach einer Weile. Genau solche spontanen Begegnungen machen das Reisen interessant.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich lesend im 40-grädigen Thermalwasser, umringt von taiwanesischen Badegästen, die sich vielleicht wunderten, wie denn ein Ausländer wohl dieses Bad gefunden hatte.

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Taiwan II – Im buddhistischen Kloster

 

Am Donnerstagmorgen nahm ich den neuen taiwanesischen  Hochgeschwindigkeitszug (http://de.wikipedia.org/wiki/Taiwan_High_Speed_Rail) und raste in Windeseile einer Welt der Langsamkeit entgegen.

Auf den guten Tipp eines Freundes hin, hatte ich mir nämlich einen Platz in einem buddhistischen Kloster in Foguangshan (佛光山) im Süden von Taiwan reserviert. Während 3 Tagen durfte ich im Kloster leben und unter Anleitung der Nonne Yi-jih Shih bei den verschiedenen klösterlichen Ritualen mitmachen.

Ein typischer Vormittag sah folgendermassen aus:

5.30 Aufstehen

5.50 Einfinden im Haupttempel für den Morgengesang

6.30 Frühstück im der grossen Speisehalle mit allen Klosterbewohner. Regeln: absolutes Stillschweigen, keine Resten hinterlassen (Wertschätzung der Ressourcen)

7.30 Tai Ch’i im Klosterhof

9.00 – 11.00 Kalligraphie von buddhistischen Sutras

11.30 Mittagessen in der grossen Speisehalle

Am Nachmittag führte mich die Nonne Yi-Jih dann in die Geschichte des Klosters ein, zeigte mir verschiedene Museen und erklärte mir die Grundzüge der buddhistischen Lehre.

Die drei Tage in Foguangshan waren sehr bereichernd und machten mir bewusst, wie wichtig es ist, sich auf Wesentliches zu konzentrieren und nicht an Dingen festzuhalten. Gerne würde ich diese Erfahrung wiederholen und kann sie wärmstens weiterempfehlen.

 

 

 

morgendliches Tai Chi

 
 
buddhistische Gesänge im Guanin Schrein.
 

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Taiwan I – In Taipei mit Vincent

Melde mich zurück nach einer längeren Schreibpause. Nachdem ich 3 Tage in einem buddhistischen Kloster weilte bin ich jetzt in einem kleinen Dorf  an der südlichsten Spitze von Taiwan. Nach den erlebnisreichen Wochen in China und Hong Kong verbringe ich nun ein paar Tage am Strand und in den heissen Quellen und tanke neue Energie.

 

Also .. was bisher geschah:

Am Sonntag, 11. März flog ich von Hong Kong nach Taipei auf der Ilha Formosa, heute bekannt unter dem Namen Taiwan. Ein interessanter Artikel zu Taiwan wurde übrigens von einem Schweizer namens David Signer verfasst und befindet sich unter folgender URL: http://www.mjswiss.com/detail.php?ya_id=149
Vincent, ein Freund, den ich von der Sprachschule in Japan her kenne, nahm mich am Flughafen in Empfang und fuhr mich mit seinem nagelneuen SUV in meine neue Unterkunft, eine Jugendherberge im Zentrum von Taipei. Ich wählte die billigste Variante und landete darum auf einem ziemlich harten Futon in einem Raum mit 4 anderen Zimmerbewohnern. Ziemlich unausgeschlafen machte ich mich am nächsten Morgen auf zum Besuch des Nationalen Palastmuseums. (http://www.npm.gov.tw/en/home.htm) Es ist das Museum mit der weltweit grössten Sammlung an chinesischen Kunstschätzen. Die Sammlung befindet sich nicht in der Volksrepublik China weil die Kuomintang auf der Flucht vor den Kommunisten und auf dem Rückzug nach Taiwan gleich auch noch einen grossen Teil der Kaiserlichen Kunstsammlung mitgenommen hat. So ist heute die Sammlung des Palastmuseums in Taipei umfangreicher als jene des Museums in Peking. Abgesehen von dieser eher bedenklichen Tatsache ist das Museum wirklich wunderschön gestaltet und gibt einen guten Überlick von den Anfänge des chinesischen Reiches 5000 Jahre v. Chr. bis zum Ende der Qin-Dynastie 1911. Offensichtlich bräuchte wohl einige Wochen, wenn man die ganze Sammlung betrachten wollte…

Soviel Zeit hatte ich dann doch nicht, so beschränkte ich mich auf die berühmtesten Exponate, unter anderem den Jade-Kohl (http://www.npm.gov.tw/en/collection/selections_02.htm?docno=867&catno=16&pageno=2) In der westlichen Kunstgeschichte gibt es wohl kaum einen solch berühmten Kohlkopf wie diesen.

Am Abend führte mich Vincent dann auf einen der berühmten Nachtmärkte in Taipei, wo sich Essens-, Kleider­- und Nippesstände fast kilometerlang aneinanderreihen. Diese Märkte sind meist bis etwa 1 Uhr morgens geöffnet. Ich muss hier kurz erwähnen, dass mein Freund Vincent ein ausgesprochener Kenner verschiedenster taiwanesischer Speisen ist, und mir immer nur ausgezeichnetes Essen vorsetzte. Er plant nämlich, sein eigenes Restaurant zu eröffnen, das eine Mischung von italienischen und taiwanesischen Gerichten anbieten wird. Er sucht noch nach einem passenden italienischen Namen. Falls jemand eine gute Idee hat, kann man mir diese gern per Mail mitteilen. Dem originellsten Vorschlag winkt ein Nachtessen in Taipei.

Am nächsten Tag nahm sich Vincent den Nachmittag frei und fuhr mit mir und einem seiner Freunde in ein Dorf namens Jiufen nahe der Küste. Ab vom Grossstadtgewühl flanierten wir in den engen Gässchen und probierten an jeder Ecke eine andere Spezialität. Bei einer Kanne Grüntee hoch über der Küste konnten wir so richtig ausspannen.  In dem Dorf befand sich auch ein taoistischer Tempel dessen Grösse mich überwältigte. Überhaupt findet sich in Taiwan eine Anhäufung von Tempeln die ich noch in keinem anderen asiatischen Land gesehen habe. Die taoistischen Tempel sind die farbenfrohsten mit verschiedensten Göttern, Drachen und anderem Getier. 

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Disneyland Hong Kong

Heute wird’s kein langer Eintrag, es ist schon wieder morgens um 1.45.. Ich war heute im Disneyland, und zu meiner eigenen Überraschung hat es mir gut gefallen bei Mickey und co., besonders die Shows waren wirklich gut und perfekt geplant bis ins kleinste Detail. Wenn man einmal sein Misstrauen gegenüber dem amerikanischen Kulturimperialismus abgelegt hat, macht es wirklich Spass! (nun, ein kleines Bisschen Misstrauen bleibt noch, keine Angst ) Fotos folgen. Jetzt bleibe ich noch 2 Tage in Hong Kong, und dann geht die Reise weiter nach Taiwan, wo ich meinen Freund Vincent Chen treffen werde. Bis bald, David
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Macau

Bis zur Uebergabe an die Volksrepublik China Ende der 90er Jahre, war Macau die älteste Stadt unter ausländischer Herrschaft in China. Den Portugiesen war es nämlich seit dem 17. Jahrhunder erlaubt, in Macau Handel zu betreiben, als Gegenleistung hielten sie diesen südlichen Zipfel Chinas von japanischen Piraten frei. Nun, ich war heute in Macau. Es ist eine mittelgrosse Stadt mit ca. 400’000 Einwohnern. Wie Hong Kong gehört sie einer eigenen Verwaltungsregion an, und wer nach Macau einreisen will, muss seinen Pass dabei haben. Diese schmerzliche Erfahrung machte ich heute morgen, als ich ohne Pass die Fähre besteigen wollte. Nachdem ich zwei Stunden später wieder mit Pass vor dem Zollbeamten stand, konnte ich endlich die 65 km nach Macau in Angriff nehmen.
Die grösste Einnahmequelle für Macau ist heute das Glücksspiel. Es gibt dutzende von riesigen Hotel und Casino-Anlagen, die nicht nur Leute von Hong Kong, sondern immer mehr auch die Neureichen aus der Volksrepublik anlocken.
Da ich erstens kein grosser Spieler und zweitens nicht reich bin, beschränkte ich mich darauf, ein wenig die portugiesischen Wurzeln der Stadt zu entdecken. So begab ich mich an das Südende der Insel, in ein Fischerdorf weitab der Spielcasinos. Die engen Gässchen und die kleine Kirche muteten tatsächlich sehr mediterran an, ausserdem waren alle Strassen auch auf portugiesich auf typischen Emailtafeln angeschrieben. Nicht weit von dem katholischen Kirchlein stehen aber auch mehrere buddhistische Tempel und der lokale Friedhof. Nach einem kleinen Spaziergang auf dem Friedhof machte ich mich in Richtung Strand. Ich erwartete nichts ausser etwas Sand, Felsen und Meer, doch tauchte vor mir eine kleine Siedlung auf. Es stellte sich heraus, dass diese Siedlung an dem Ort stand, wo früher sich früher die Piraten versteckten. Ein leichter Nebel lag in der Luft. Und als ich durch die Gassen dieser Siedlung spazierte, merkte ich, dass es eine Geisterstadt war… Die Strassen waren menschenleer, und auch aus den Häusern drang kein Laut, ausser dem Bellen der Wachhunde, die man, wie es schien, in den Vorgärten der Häuser ihrem Schicksal überlassen hatte. Die Häuser scheinen vor langer Zeit einmal Ferienhäuser gewesen zu sein, die meisten waren aber schon in einem stark verfallenen Zustand. Langsam wurde mir etwas unheimlich, und ich machte mich auf den Weg  zurück ins Fischerdorf, doch der Weg schien mir plötzlich viel länger als vorher und der Nebel wurde dichter. Vor mir tauchte der Friedhof auf, und ich beschleunigte meine Schritte, bis ich endlich wieder Menschen erblickte, die vom Friedhof her ins Städtchen zurückspazierten. Gottseidank! Ich fühlte mich, als ob ich gerade einer chinesischen Geistergeschichte entflohen war. Manchmal kann alleine reisen schon unheimlich sein…
Zurück im Dorf kaufte ich einen portugiesischen Wein und schlenderte durch die Gassen, wo sich mir ein kleiner Hund näherte, der wohl das getrocknete Fleisch roch, dass ich vorher in einem Spezialitätenladen gekauft hatte. Erst am Abend fuhr ich mit dem Bus wieder zurück ins geschäftige Macau, wo ich noch kurz die Altstadt besichtigte, bevor ich erschöpft das Boot nach Hong Kong bestieg.
Video der Geisterstadt… andere Fotos im Album links

 
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